Graflinger Alto Plano

Herkunft:

Das Alpaka gehört zur Familie der Neuweltkameliden, ebenso wie die Lamas, Guanakos und die Vikunjas. Ihre Heimat sind Bolivien, Chile und Peru in Südamerika. Sie wurden bereits vor 6000 Jahren domestiziert und von den Inkas als Nutztiere benutzt. Eigentlich sind sie eine Kreuzung aus aus Vikunja und Guanako. Bei den Alpakas gibt es zwei Unterarten: die Huacaya und die Suri, wobei die Weltpopulation der Suri´s bei nur 4 % liegt. Der Unterschied liegt hauptsächlich bei der Wolle, diese ist bei den Suri´s glatter und hängt als Locken herunter. Weltweit gibt es ca. 3 Millionen Tiere. Die Lebensdauer beträgt 20 - 25 Jahre.

Aussehen:

Alpakas gibt es in 22 verschiedenen Farbtönen. Sie erreichen im erwachsenen Alter eine Widerristhöhe von ca. 1 m bei einem Gewicht von ca. 65 - 70 kg. Sie haben einen dreiteiligen Magen, der die Verdauung der Pflanzennahrung leichter macht.

Zucht:

Alpaka´s sind mit 2 Jahren geschlechtsreif. "Humbra´s" (Mutterstuten) gebären pro Jahr 1 "Cria" (Fohlen), die Tragzeit beträgt 11 - 11,5 Monate. Die Geburt erfolgt bei Tageslicht im Schutz der Herde. Bereits nach 1 Stunde kann das Cria stehen und säugen. Es wiegt ca. 8 kg. Bereits 3 Wochen nach der Geburt ist die Stute wieder aufnahmefähig. Der Eisprung wird durch das Zusammenbringen mit dem "Macho" (Hengst) ausgelöst.

 

Haltung:

Alpakas sind Herdentiere. 2 Tiere sind absolutes Minimum. Je größer die Herde desto mehr Souveränität strahlen sie aus. Da sie in ihren Ursprungsländern extremen Witterungen und Temperaturschwankungen ausgesetzt sind, fühlen sie sich bei uns sehr wohl. Sie werden das ganze Jahr über bei Offenstallhaltung gehalten. Ihre Hauptnahrung beseht aus Gras und Heu. Gelegentliches Füttern von Kraftfutter ist erlaubt. Leck- bzw. Salzsteine werden gerne angenommen. Die Wolle bedarf bis auf jährliches Scheren keiner Pflege. Die Klauen werden je nach Bedarf zugeschnitten. Regelmäßiges Entwurmen ist Pflicht. Da sie von Natur aus sehr robust sind, sind sie kaum anfällig für Krankheiten.

 

Wesen:

Alpakas sind von natur aus freundliche und liebevolle Tiere. Im Gegensatz zu den Lamas bespucken sie keine Menschen. Durch ihr neugieriges und sanftes Wesen werden sie von Kindern heißgeliebt. Sie sind sehr umgänglich und lassen sich gerne mit einem Halfter herumführen. Auch beim Transport sind sie unkompliziert, schon nach kurzer Fahrzeit legen sie sich hin und "genießen" die Fahrt.

 

Das "Vlies der Götter" (Wolle):

Die Wolle der Alpaka´s gibt es in 22 Farbtönen. Sie werden einmal pro Jahr vor dem Sommer geschoren. Der Ertrag reicht von 3 - 6 kg pro Tier. Als Vorbereitung zum Spinnen wird die Wolle kardiert bzw. gekämmt. Anschließend erfolgt das Spinnen, welches auch heutzutage hauptsächlich per Hand mit einem Spinnrad geschieht. Nach einem leichtem Waschgang der gesponnen Wolle ist es fertig für die weitere Verarbeitung. Alpakawolle wird zum Stricken für Socken, Schals, Mützen, Pullover etc. verwendet, aber auch als Futter für Bettdecken und Ähnlichem. Da die Wolle kein Lanolin enthält ist sie auch für Allergiker geeignet. Beim Tragen von Alpakawolle, kratzt diese nicht und wird deshalb auch sehr gerne von Kindern getragen.

Da sie in ihrer Heimat extremen Bedingungen ausgesetzt sind, ist ihre Wolle auch dementsprechend gewappnet gegen Hitze und Kälte. Dies wirkt sich natürlich auch auf die Produkte aus. Wegen ihrer thermischen Eigenschaften kann man sie sowohl für Sommer- als auch für Winterkleidung benutzen. Wegen der hohlen Fasern speichert die Wolle die Körperwärme viel besser als andere Wollarten.

Die Wolle ist leicht, weich, anschmiegsam, strapazierfähig, schmutz- und geruchsabweisend und verfilzt kaum, um nur einige der positiven Eigenschaften zu nennen. Die Fasern sind nicht brennbar und nehmen kaum Feuchtigkeit auf.